» Herzlich Willkommen!
Benton Hill, ein kleines Städtchen im Bundesstaat Maine. Gegründet durch den Zusammenschluss der Gemeinden Willow Hills und Benton Heights liegt die Kleinstadt zu beiden Seiten des Willow Creek, der in den Atlantik mündet und umgeben vom Willow Hills National Forest. Geschichtlich gesehen ein zentraler Punkt der Kolonialisierung, hadert die Stadt meist ein wenig mit dem Zeitgeist, blieben doch viele Ansichten veraltet. Gegründet im 15. Jahrhundert waren die Gemeinden Willow Hills und Benton Heights, im heutigen Bundesstaat Maine, lange Zeit verfeindet. Während sich auf der Nordseite des Willow Creek die englischen Besatzungen unter dem französischen Kommandanten George Moreau niederließen, besiedelten italienische Einwanderer die Südseite. Viele Jahre versuchten die Europäer in der neuen Welt Fuß zu fassen, arbeiteten bis zu einem gewissen Punkt sogar zusammen am Aufbau der jeweils anderen Stadt. Jedoch wuchs mit der Einwohnerzahl und dem Land, dass dazugewonnen wurde auch die Rivalität, bis es schließlich in einer Art Bürgerkrieg ausartete. Die Kämpfe reichten bis ins 19. Jahrhundert und konnten nur durch einen politischen Beschluss beigelegt werden, der den Frieden zwischen den Städten gewährleisten sollte. Im Endeffekt sorgte er nur für eine Art kalten Krieg, angefacht durch die Bürgermeister der Stadt selbst. Die Übergriffe zwischen den Bewohnern selbst nahmen ab, aber dennoch gab es Vorfälle die den Hass weiterbestehen ließen. Erst ein weiterer Beschluss der Bundesregierung im Jahr 1989 sorgte für einen Waffenstillstand und auch dafür, dass beide Städte zu einer wurden. Die Gemeinde Benton Hill war gegründet. Die sich derzeit im Wahlkampf befindliche Stadt, könnte dennoch gespaltener nicht sein. Auf der einen Seite kandidierte der politisch engagierte Andrew De Luca, ein Sympathisant in seinen Reihen, wenn auch beeinflusst durch die Macht seiner Familie. Auf der anderen Seite dieser politischen Fehde steht Matthew Hastings, ehemaliger Polizist und nun auf Drängen seiner engsten Vertrauten im Wahlkampf involviert.
» Wetterbericht
In Maine ist es am Tag wolkenlos bei Temperaturen von -20 bis -12°C. Nachts bleibt es bedeckt bei einer Temperatur von -19°C. Vereinzelt fällt Schnee.
» Team
Ihr braucht Hilfe? Dann seid ihr hier genau richtig. Meldet euch bei unserem Team. Egal was ihr braucht gern stehen wir euch mit Rat und Tat zur Seite!
#1

Tresen

in June's Coffee Lounge 11.11.2018 18:10
von Hailey Thompson | 1.573 Beiträge
nach oben springen

#2

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 11.11.2018 20:39
von Vincent Lear | 3.001 Beiträge

Es sind nun schon drei Wochen, die ich hier bin. Diese Kleinstadt namens Benton Hill, mein Gefängnis, bis ich in das richtige komme. Denn so wird es vermutlich sein. Die Anrufe meines Vaters machen es nicht besser und die des Anwalts geben mir kaum Hoffnung. Aber eigentlich will ich das nicht einmal, dass ich da irgendwie raus komme. Ich habe Scheiße gebaut und stehe dazu. Zwar kühl und distanziert, wie die meisten meinen, aber was soll ich ihnen auch zeigen, wie sehr es mich beschäftigt? Bringt niemanden etwas. Wie meine Freunde dazu stehen, weiß ich nicht. Ich habe den Kontakt gemieden, das Gespräch darüber umso mehr. Meine Antworten waren so knapp, wie sie nur sein konnten: meist einsilbig und eben kalt.
Die erste Zeit hier konnte ich mich gut mit Alkohol und meinen Pillen über Wasser halten. Ich habe so viel getrunken und eingeworfen, dass ich schlafen konnte.
Doch Emma hatte wohl die Wahnvorstellung, eine Aufgabe hier könnte mir helfen. Deswegen stehe ich nun hier, in einem kleinen Cafe und bediene den Kaffeevollautomat. Es zischt und ich ziehe die Tasse hervor, stelle sie auf den Unterteller und schiebe es vor.
"So, schwarzer Kaffee ohne alles. Macht...", sehe zur Tafel hoch, "was da oben steht." Als ich ihr allerdings in die Augen sehe, dem Mädchen vor mir, vielleicht etwas jünger als ich, grinse ich. "Oder magst du noch etwas dazu haben. Etwas Süßes, Heißes?", dabei zwinkere ich ihr zu. Es ist einfach meine Art, hat nichts zu bedeuten. Außerdem bringt es mir Extratrinkgeld ein.
Eingehüllt von Kaffeeduft drehe ich mich aber wieder um, entleere den Kaffeesatz für den nächsten Kunden.
Keine Ahnung wieso ich mich darauf eingelassen habe, hier zu arbeiten. Vielleicht weil die Stille hier immer mehr wird. Es fällt mir jeden Tag schwerer, alles abzuschirmen und zu betäuben. Also lausche ich auf alles was es hier gibt, konzentriere mich echt auf die Bedienung und auch mal auf das Flirten. Allerdings....gibt es Augen und einen Duft, der sich in meinen Sinnen eingebrannt hat. Aber es würde keinen Sinn machen, sie wieder zu sehen. Sie ist die Unschuld in Person. Das typische Mädchen von nebenan, die hübsch ist und ihr Leben geplant hat. Sie wird irgendwann den Jungen von Nebenan heiraten, Kinder bekommen und hier happy werden.
Und dennoch....kann ich nicht vergessen, was in den Minen passiert ist, wie getanzt haben, uns angesehen, diese Magie....ja da war Magie. Anders kann es nicht sein. Aber ich hab sie heim gebracht, obwohl ich echt gerne mehr gehabt hätte. Nur sie wies mich ab. Was soll´s.
"Autsch", fluche ich, als ich mich verbrenne, stecke mir die obere Seite meines Zeigefingers in den Mund und blicke aus dem Fenster hinaus. Erwarte dasselbe zu sehen, wie die letzten Tage: langweilige Hauptstraße. Einige Passanten. Mehr nicht.
Ich erstarre, weil ich genau die Augen sehe, an die ich eben gedacht habe. Die Augen von @Caitlyn Turner , die vorm Fenster steht und mich wohl genauso überrascht ansieht, wie ich sie.



nach oben springen

#3

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 11.11.2018 21:08
von Caitlyn Turner | 2.391 Beiträge

November...Herbst...mein liebste Jahreszeit. Nicht nur das alles so wunderschön in Orange und Rottönen schimmerte, es war auch eine Zeit der Veränderungen, zumindest kam es mir jedes Jahr so vor. Allerdings hatte sich bis jetzt noch nicht viel verändert, zumindest nicht für mich. Tagein, Tagaus ging ich zur Uni, in die Bibliothek und wieder nach Hause. Ab und zu traf ich mich mit Freundinnen, aber nie änderte sich etwas an diesem Trott.
Aber zumindest an diesem Tag wollte ich einmal etwas machen, was ich sonst nie tat und entschied mich über einen Umweg durch die Innenstadt nach Hause zu gehen. Die Sonnenstrahlen waren noch relativ warm und so genoss ich den kleinen Spaziergang entlang des Willow Creek in vollen Zügen.
Hin und wieder grüßte ich freundlich ein paar Bekannte und auf der Franklin Bridge hielt ich kurz an um mich mit Mrs. Mason zu unterhalten, die das kleine Blumengeschäft in der First Street betrieb. Sie war so ein netter Mensch, dass es mir schwer fiel das Gespräch abzuwimmeln.
Bis zu June’s war es nicht mehr weit. Es war das einzige und somit auch beste Café der Stadt und auch wenn es dort vorwiegend Kaffee gab, bot June mir immer wieder einen Tee an, wenn ich noch spät Abends bei ihr saß und lernte. Auch sie war ein herzensguter Mensch und so freute ich mich schon wahnsinnig auf ein kleines Gespräch mit ihr.

Ich verließ die Brücke und bog auf die Mainstreet ein, konnte schon von weitem die rote Überdachung des kleinen Geschäfts an der Straßenecke erkennen. Mit einem Lächeln sah ich durch die Scheibe des Ladens, blieb aber wie angewurzelt stehen, als ich dort jemanden sah von dem ich nie geglaubt hatte ihn wieder zu sehen.
Oft hatte ich an den Abend in den Minen zurückgedacht, hatte jede noch so kleine Situation Revue passieren lassen. Es war beinahe schade, dass es bei diesem einen Gespräch geblieben war, denn ich hätte gern noch mehr von ihm erfahren.
Nachdem wir zu dem See gegangen waren, hatten wir uns über alle möglichen Themen unterhalten, bevor er mich nach Hause gebracht hatte und davon gerast war, als könnte er es nicht erwarten von mir wegzukommen. Aber wer konnte es ihm verdenken.
Nachdem die Überraschung sich ein wenig gelegt hatte und ich mein Lächeln wiederfand betrat ich das Café und sah zu der Tafel über dem Tresen. Natürlich wusste ich schon was ich bestellte, aber es waren noch Gäste vor mir dran und so hatte ich einen Grund ihn nicht anzustarren, was ich zweifelsohne getan hätte.
Leider dauerten die Bestellung vor mir nicht annähernd so lange wie gehofft und ich sah mich schneller als gedacht diesen unendlich blauen Augen gegenüber.
“Hey...ich wusste gar nicht, dass du hier arbeitest...oder noch in der Stadt bist”, stellte ich höflich, wenn schmunzelnd fest. Er hatte mehr als deutlich gemacht gehabt, dass er lieber schnell wieder verschwinden wollte, weshalb es mich umso mehr wunderte ihn hier zu sehen. Noch dazu mit schicker weißer Schürze und Namensschild.
“Ich nehme einen großen Karamell Latte Macchiato mit extra Sahne, bitte”, sagte ich versuchte ihn nicht direkt anzusehen, biss mir sogar leicht auf die Unterlippe um das Grinsen zu unterdrücken.

@Vincent Lear



nach oben springen

#4

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 12.11.2018 11:55
von Vincent Lear | 3.001 Beiträge





Herbst. Jahreszeiten. Nie hab ich mir wirklich viel Gedanken darüber gemacht. Was soll man es auch, denn in der Stadt sieht man es nicht wirklich. Allein wenn man in den Central Park geht, bemerkst du, wie die Natur dort sich verändert. Und eben in der Stadt an sich an den Temperaturen. Hier bemerkt man es auf alle Fälle. Nicht nur, dass immer mehr Beine verschwinden, die aus Röcken hervorblitzen. Auch die Ausschnitte werden verschlossener. Alle werden das. Und doch haben hier die Menschen ein Lächeln, obwohl die Tage kälter und kürzer werden. Was davon allerdings ein Maske ist, wie ich sie trage, kann man nur erraten. Ich würde sagen, viele belügen sich hier selbst. Es ist nicht so wunderbar, wie sie alle tun. Hinter den Türen herrscht dasselbe Chaos, dieselbe Scheiße, wie überall auf der Welt. Es kotzt mich an. Da ist mir manchmal das echte Desinteresse meines Vaters lieber.
Welches Lächeln irgendwie immer ehrlich wirkt, ist das von Caity, die es vor dem Fenster zeigt und dann herein kommt. Aber auch in ihren Augen sehe ich mehr Kummer, als sie zeigt. Auch sie trägt eine Maske. Seltsam wie die Menschen es bei mir anprangern, aber es selbst tun, sich hinter Tun und Schein verstecken und dabei was ganz anderes wollen. Macht doch einfach, was ihr wollt. Was soll passieren? Wir sterben sowieso alle irgendwann.
Ja und ich sollte das auch tun. Denn....der Abend war richtig gut gewesen mit ihr. So sehr ich es auch hasse, wie ich ne Abfuhr bekommen habe, auf die eine oder andere Weise. Aber ihre Gesellschaft hatte was für sich.
Das geht mir durch den Kopf, arbeite nach und nach jeden Kunden ab. Und als sie endlich an der Reihe ist, schenkt sie mir ihr Lächeln, wie sie das immer tut. Dieses Schmunzeln....bei dem sich die Grübchen zeigen, ja es ist einfach niedlich.
Lässig lege ich meine Hände auf den Tresen, meine Arme etwas ausgebreitet und lege den Kopf schief. Auch ich schmunzele, sehe ihr in die Augen.
"Ja ich bin stets für Überraschungen gut." Ich sehe mich schulterzuckend um und meine dann weiter: "Außerdem wollte ich euch nicht mein Engelsgesicht vorenthalten. Und wo geht das am besten, als im einzigen Cafe in der Stadt, zu dem jeder strömt?"
Als sie einen Latte bestellt, grinse ich, beuge mich nach vorne und lege meine Arme auf dem Tresen ab, komme ihr so etwas näher. Und sogleich umhüllt mich wieder dieser Duft, der mein Herz beschleunigt, wie ein zu langer Blick in ihre Augen. Genauso finde ich die Reaktion gut, die ich immer bei ihr hervorrufe. Es weckt wieder den Jäger in mir, egal wie sehr sie mich auch abgewiesen hat, auf die eine Art und Weise und ich nicht einmal einen Kuss bekommen habe, so züchtig ist. Aber irgendwie reizt es mich einfach, sie hervor zu kitzeln. Denn da steckt mehr in den Augen. Sie glitzern viel zu sehr. Also schmunzele ich und sage etwas leiser: "Ich dachte, von dem Thema Latte wärst du noch weit entfernt." Einen Moment warte ich ab, wie die Worte auf sie wirken, ehe ich dann sage: "Dachte du stehst eher so auf Tee." Dass ich nicht wirklich von Kaffee geredet habe, ist uns beiden bewusst. Mal sehen, wie sie darauf einsteigt. Ob sie wieder so rosige Wangen bekommt, wie in den Minen? Die so unwiderstehlich süß sind?

@Caitlyn Turner



Caitlyn Turner ist überrascht!
zuletzt bearbeitet 12.11.2018 12:00 | nach oben springen

#5

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 12.11.2018 12:33
von Caitlyn Turner | 2.391 Beiträge

Die Art und Weise wie er antwortete überraschte mich nicht im mindesten, aber mein Herz reagierte sofort in dem es zu rasen begann.
Als er sich mir über den Tresen entgegenbeugt, tue ich es ihm gleich, komme ihm ein Stück näher als ich sollte. Der Blick seiner Augen nahm mich sofort wieder gefangen, aber mein Hirn sorgte bemerkenswert dafür, dass ich dem nicht komplett verfiel.
“Mhm...ja...ich weiß echt nicht, was du mit Engelgesicht meinst… Ich glaub ich kann da sogar Teufelshörner sehen”, bemerkte ich schmunzelnd, widerstand dem Drang seine Hand zu berühren. Auch seine Anspielung auf die Latte entging mir nicht, das Blut schoss geradewegs in meine Wangen, aber ich versuchte nicht allzu verlegen zu reagieren.
“Und nein...ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eine Latte will… Und ich denke es ist dein Job, mir das zu geben was ich möchte oder?”, sagte ich vollkommen ernst, konnte mir dann aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ja, diese Zweideutigkeit war eindeutig beabsichtigt, aber das es mir so viel Spaß machte ihn aufzuziehen, definitiv nicht.
Wie auch schon in den Minen war da diese Präsenz zwischen uns die sich nicht leugnen ließ, und doch konnte ich nicht darüber hinwegsehen, dass er sich seiner Sache wieder viel zu sicher schien. Aus dem Augenwinkel sah ich, dass sich hinter mir bereits wieder eine Schlange gebildet hat.
Ich entzog mich seinen Blick und dieser Anziehungskraft und sah mich entschuldigend zu den anderen Gästen um. “Wirklich nettes Gespräch, aber ich muss langsam wieder los, also wenn du …” Ich wollte ihn nicht bitten seinen Job zu machen, weil das wirklich unhöflich wäre, aber irgendwie musste er aufhören mich so anzustarren, besonders, wenn es Leute gab die warteten. Ich hasste nichts mehr, als irgendwem Unannehmlichkeiten zu bereiten.
“Wenn du mal mit mir reden willst, kannst du dich auch gern bei mir melden...immerhin hast du meine Nummer”, bemerkte ich schmunzelnd und trat zur Seite, um meinem Hintermann den Vortritt zu lassen. Gerade in dem Moment, als ich mir den Kuchen ansehen wollte, trat June, die Besitzerin des Cafés zu mir und lächelte mich breit an.
“Na Caity, hälst du den ganzen Verkehr auf?”, meinte sie schmunzelnd und ich sah verlegen zu Boden. “Ja, tut mir leid…”, murmelte ich, aber sie lachte nur. “Wie gehts deiner Mutter?” Ihre Frage überraschte mich nicht, waren sie und meine Mum immerhin zusammen zur Schule gegangen.
“Mal besser, mal schlechter...heute scheint es zu gehen”, sagte ich leise und mein Blick wanderte zu Vince, der dabei war den Kaffee zuzubereiten. Der Wunsch weiter mit ihm zu sprechen machte sich in mir breit, aber er musste eindeutig arbeiten und ich wollte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen.
June schien meinen Blick zu ihrem Angestellten zu bemerken, denn ihr Lächeln wurde für meinen Geschmack eine Spur zu breit. “Es überrascht mich, dass du ihn kennst”, sagte sie und sah mich eindringlich an.
“Nur flüchtig.” Meine Antwort kam schneller als gedacht, aber es war die Wahrheit. Ich kannte ihn nur flüchtig...wir hatten miteinander getanzt, er hätte mich fast geküsst und alles weitere war merkwürdig verwirrend gewesen. Dann hatte er sich nicht mehr gemeldet und ein Teil von mir, war davon ausgegangen, dass er bereits wieder die Stadt verlassen hatte, wie er es angekündigt hatte. Nur leider konnte ich die Freude darüber, dass es nicht so war nur schwer verbergen.
@Vincent Lear



Vincent Lear gefällt das.
Vincent Lear lacht sich kaputt.
nach oben springen

#6

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 12.11.2018 13:06
von Vincent Lear | 3.001 Beiträge



Da war es wieder...dieses Gefühl einer gewissen Spannung, einer Elektrizität ausgehend von uns beiden.Aber nicht nur das. Manchmal umflog auch sie eine Leichtigkeit, wenn sie es mal zuließ. So wie jetzt, ihre freche Antwort auf meine Aussage. Es lässt mich schmunzeln und innerlich Respekt zollen, dass ihr eine solche Antwort eingefallen ist.
"Oh Shit, ich dachte die hätte ich mit meinem blonden Engelshaar überdeckt. Gut dass du es mir sagst", erwidere ich, fahre mir dabei wirklich durch die Haare. Das gefällt mir, wie wir die Bälle uns zuspielen, nicht verkrampft und ich muss ehrlich sagen, dass es mich überrascht und mir gefällt, wie ihre Augen dabei blitzen, auch wenn ihre Wangen wieder bedenklich rot anlaufen. Gerade so kann ich es verhindern, diese zu berühren um zu wissen, wie heiß sie sich anfühlen unter meiner Hand.
"Damit kann ich dir dienen", ist meine erste Reaktion. Doch als sie den Rest raushaut, muss ich echt laut lachen, schüttele den Kopf und richte mich grinsend auf. "Verdammt, das war ein guter Spruch. Du lernst schnell."
Mir ist es scheiß egal, was sich dahinter abspielt, auch wenn ich Junes Blick auf mich spüren kann. Denn für mich zählt gerade Caity, das....Kätzchen vor mir.
"Nett? Du weißt schon, dass das der kleine Bruder von scheiße ist?" Lachend zwinkere ich ihr zu, nicke dann und wende mich zum Automaten um, schäume Milch auf. Jedoch behalte ich sie genau im Auge. "Hm, deine Nummer....ja die habe ich irgendwo. Vermutlich in meinem geschrotteten Handy."
Ja wiedermal war es einem Wutanfall zum Opfer gefallen. Ich hatte noch nicht die Zeit gehabt, mir eines zu kaufen, was ich heute nachholen wollte. Denn ich musste ja erreichbar sein. Leider....
Allerdings, wenn ich sie nun beobachte, wie sie mit June redet, höre einige Gesprächsfetzen. Was ich aber auch sehe, ist ihren Blick und das Lächeln, nun halte ich es doch für eine gute Idee. Meine Hand an einem Becher, die andere am Knopf sehe ich, wie sie mir Blicke zuwirft. Mit Absicht bediene ich nun die Menschen alle zuerst, lasse sie warten. Nur ein bisschen länger hier bleiben. Denn nie kam der Raum mir heller vor als gerade, obwohl keine Sonne hinein schien.
Als der Andrang vorbei ist, mache ich ihr den Latte und als ich den Deckel darauf tue, schmunzele ich. Meine Hand greift einen Stift und schreibt einige Wörter darauf, ehe ich ihn vorschiebe.
"Hier. Lass ihn dir schmecken."
Keine Ahnung, wieso ich es geschrieben habe und nun nichts dazu sagen, aber ich widme mich ohne abzukassieren einer Kundin, die an der Kuchentheke steht und wohl Schwierigkeiten bei der Auswahl hat. Mal sehen, ob sie darauf reagiert oder es erst einmal hinnimmt. Auf dem Deckel steht_ "Gönn dir heute Abend am Strand Kätzchen. Ich bin da."

@Caitlyn Turner



Caitlyn Turner grinst vor sich hin!
nach oben springen

#7

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 12.11.2018 13:58
von Caitlyn Turner | 2.391 Beiträge

Ich unterhielt mich noch eine ganze Weile mit June, länger als gedacht und es fiel mir erst auf, als die Leute langsam gingen und Vince mir meinen Becher über den Tresen zu schob. Hatte er absichtlich erst alle anderen bedient nur um mich zu ärgern? Zuzutrauen wäre es ihm ja und sein grinsen dabei bestätigte meine Vermutung.
Leicht kopfschüttelnd hob ich den Becher an meine Lippen, bemerkte aber dass da etwas drauf geschrieben stand. Strand? Was wollte er denn mit mir am Strand? Mein Herz machte wieder einen Satz und ich musterte ihn, während er jemanden anderes bediente und ihr ein Lächeln schenkte. Aber es war ein anderes Lächeln...zumindest bildete ich mir das ein, denn etwas darin erreichte seine Augen nicht. June neben mir redete immernoch auf mich ein, aber ich hörte ihr nicht mehr zu, was mir wirklich ziemlich leid tat, aber ich so absolut nicht ändern konnte, als sein Blick wieder meinen traf.
Für einen langen Moment blendete ich alles aus, da war wirklich nur noch er und er wollte mich am Abend treffen. Ohne ein weiteres Wort nickte ich leicht, wusste genau, dass er es sah und drehte mich dann mit einem Lächeln zu June um. “Tut mir leid, ich hab dir leider nicht zugehört”, sagte ich entschuldigend und sah sie an, versuchte mich zusammenzureißen.
“Kein Problem, Süße”, sagte sie leichthin und betrachtete den Becher. “Okay, ich werde mal dem Barista erklären, wie man in der richtigen Reihenfolge bedient und du bestell deiner Mutter einen schönen Gruß”, sagte sie und zwinkerte mir zu, so dass ich wusste, dass es sich bei ihrer Aussage um einen Spaß handelte.
Auch wenn ich es nur jetzt beurteilen konnte, so schien er seinen Job doch recht gut zu machen, selbst wenn seine Begeisterung sich in Grenzen hielt.
Erst jetzt viel mir auf, dass ich noch gar nicht für den Kaffee bezahlt hatte, weshalb ich schnell einen Zwanziger aus der Tasche kramte und ihn June reichte. “Gibst du ihm das Restgeld?”, fragte ich und lächelte dann als sie nickte.
Ich warf ihm wieder einen Blick zu, beinahe schmachtend, während ich auf dem Strohhalm herumkaute. Verdammt, ich musste dringend verschwinden, denn so langsam ergab es keinen Sinn mehr das ich noch hier stand.
Heute Abend sagte ich ihm in Gedanke und verschwand mit einem letzten Lächeln in seine Richtung aus dem Café.

Nur was machte ich bis heute Abend. Der Weg bis nach Hause dauerte zumindest schon mal länger als gedacht, weil meine Gedanken immer wieder in merkwürdige Richtungen abdrifteten. Was wollte er am Strand mit mir machen? Würde er mir wieder so nah kommen wie in den Minen? Wollte ich das er mir so nah kam? Verdammt, ja das wollte ich wirklich…
Sein Geruch ging mir seit den Minen nicht mehr aus dem Kopf und ich sehnte mich nach der Wärme seiner Arme die sich um mich schlossen. Und das obwohl er sich teilweise wie ein Arsch aufführte. Ich musste wirklich aufhören, so zu denken, aber sein Lächeln und auch diese Grübchen, das Funkeln in seinen Augen wenn er einen Witz machte...es ging mir einfach nicht aus dem Kopf.
@Vincent Lear



Vincent Lear findet das süß!
nach oben springen

#8

RE: Tresen

in June's Coffee Lounge 13.11.2018 09:26
von Vincent Lear | 3.001 Beiträge

Es ist verrückt wie ich mich verhalte. Vor allem wegen einem Mädchen vom Land, die auch noch die Unschuld in Persona ist. Ist es dieser Reiz, der Jägertrieb in einem Mann, dass mich nun so auf sie reagieren lässt? Diese unschuldige Ausstrahlung ist echt beschissen gut, dabei ist sie nämlich auch heiß. Eine explosive Mischung, zumal für mich. Okay nicht nur für mich. Der Kerl in den Mienen wollte ihr auch an die Wäsche. Aber auf eine Art, die noch immer Wut in mir hervor ruft. Schade dass ich ihn bisher noch nicht gesehen habe. Sollte er hier rein kommen, wird er mehr in seinem Kaffee vorfinden, als das übliche.
Egal wie viel Mühe ich mir gebe, sie auszublenden, funktioniert es nicht. Ihre Präsenz ist so stark, wie ein Licht, dass alles erhellt und ich kann nur wie eine Motte dorthin sehen.Wenigstens bleibe ich, wo ich bin und tue meine Arbeit. June wirft mir so oder so schon genug Blick zu. Aber nicht nur sie sieht mich an, auch Caity tut das, versucht wohl unbeteiligt zu wirken, aber sie denkt darüber nach, zu kommen. Ich kann es sehen. Und dann nickt sie.
YES! schreit es in mir und ich muss mich echt zusammennehmen und nicht grinsen. Doch ein Lächeln legt sich auf meine Lippen, während ich weiter bediene.
"Und du bist neu hier oder? Der Cousin der de Luca´s?", meint das Mädchen vor mir, nimmt ihren Kaffeebecher von mir etwas langsamer entgegen.
"Jap, der bin ich. Hier ist das echt das Thema schlechthin was?", erwidere ich lachend, kann dieses andere Lächeln aber nicht vertreiben.
"Sicher. Vor allem wenn er so gut aussieht."
Mein Blick geht erneut zu ihr, während ich das Geld zähle und ihr dann hin schiebe. Mir liegt der übliche Spruch auf den Lippen, doch ich sehe Caity gehen, weswegen kein Ton kommt.
"Sehen wir uns hier nun öfter? Dann werde ich wohl zum Kaffeejunkie."
Ruckartig, als würde ich aus Gedanken schrecken, sehe ich sie wieder an. Und da ist das Grinsen wieder.
"Tja immer diese Süchte nicht wahr? Okay, dann einen schönen Tag und bis bald wohl." Meine Antwort ist so ganz unüblich, aber ich hab irgendwie nicht das Bedürfnis, als müsse ich....wollte ich das.
Als die Kundin weg ist, tritt June neben mich, hält mir Geld hin. Überrascht sehe ich darauf, dann in ihr Gesicht.
"Was ist das?"
"Die Bezahlung des Kaffees von Caitlyn. Du solltest echt achtsamer sein, sonst ruinierst du mich noch." Ihr Ton soll streng sein, doch das kleine Lächeln auf ihren Lippen sagt etwas anderes.
"Okay, danke", erwidere ich, greife danach. "Werds mir merken."
"Mhm", kommt es nur wieder mit diesem Lächeln. Ihr liegen Worte auf der Zunge, man merkt es, doch ich ignoriere es gekonnt, wende mich ab, gebe das Geld ein. Das Wechselgeld werde ich ihr heute Abend dann geben. Und schon wieder legt sich auch auf meine Lippen ein Lächeln, während ich aus dem Fenster sehe.
Ich habe das Gefühl, es wird ein verdammt langer Arbeitstag.....

@Caitlyn Turner

<<<<< raus - Strand



nach oben springen


Besucher
2 Mitglieder und 2 Gäste sind Online:
Adam De Luca, Emma De Luca

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Mira Johnson
Besucherzähler
Heute waren 12 Gäste und 5 Mitglieder, gestern 33 Gäste und 8 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 441 Themen und 17277 Beiträge.

Heute waren 5 Mitglieder Online:
Adam De Luca, Caitlyn Turner, Emma De Luca, Jake Hastings, Vincent Lear
Besucherrekord: 66 Benutzer (02.08.2018 04:23).

disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 2