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Benton Hill, ein kleines Städtchen im Bundesstaat Maine. Gegründet durch den Zusammenschluss der Gemeinden Willow Hills und Benton Heights liegt die Kleinstadt zu beiden Seiten des Willow Creek, der in den Atlantik mündet und umgeben vom Willow Hills National Forest. Geschichtlich gesehen ein zentraler Punkt der Kolonialisierung, hadert die Stadt meist ein wenig mit dem Zeitgeist, blieben doch viele Ansichten veraltet. Gegründet im 15. Jahrhundert waren die Gemeinden Willow Hills und Benton Heights, im heutigen Bundesstaat Maine, lange Zeit verfeindet. Während sich auf der Nordseite des Willow Creek die englischen Besatzungen unter dem französischen Kommandanten George Moreau niederließen, besiedelten italienische Einwanderer die Südseite. Viele Jahre versuchten die Europäer in der neuen Welt Fuß zu fassen, arbeiteten bis zu einem gewissen Punkt sogar zusammen am Aufbau der jeweils anderen Stadt. Jedoch wuchs mit der Einwohnerzahl und dem Land, dass dazugewonnen wurde auch die Rivalität, bis es schließlich in einer Art Bürgerkrieg ausartete. Die Kämpfe reichten bis ins 19. Jahrhundert und konnten nur durch einen politischen Beschluss beigelegt werden, der den Frieden zwischen den Städten gewährleisten sollte. Im Endeffekt sorgte er nur für eine Art kalten Krieg, angefacht durch die Bürgermeister der Stadt selbst. Die Übergriffe zwischen den Bewohnern selbst nahmen ab, aber dennoch gab es Vorfälle die den Hass weiterbestehen ließen. Erst ein weiterer Beschluss der Bundesregierung im Jahr 1989 sorgte für einen Waffenstillstand und auch dafür, dass beide Städte zu einer wurden. Die Gemeinde Benton Hill war gegründet. Die sich derzeit im Wahlkampf befindliche Stadt, könnte dennoch gespaltener nicht sein. Auf der einen Seite kandidierte der politisch engagierte Andrew De Luca, ein Sympathisant in seinen Reihen, wenn auch beeinflusst durch die Macht seiner Familie. Auf der anderen Seite dieser politischen Fehde steht Matthew Hastings, ehemaliger Polizist und nun auf Drängen seiner engsten Vertrauten im Wahlkampf involviert.
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#1

Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 11.11.2018 18:09
von Hailey Thompson | 1.584 Beiträge
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#2

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 01.12.2018 14:09
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Die Tage seit ich bei ihr war, vergingen seltsam. Ständig umtrieb mich die Mischung aus "nein ich will den Scheiß nicht" und "ich will sie wieder sehen - lieber jetzt als morgen". Doch ich beließ es bei Nachrichten. Der Arsch in mir lässt das gerne so, die Sehnsucht von ihr vielleicht wachsen. Dass es meine ebenso steigert und ich an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre Lippen....ihren Körper an meinem.... Und ja, ich hab es mir öfter mal gemacht, um diese Gefühle weg zu bekommen. Aber es steigert sich nur immer mehr.
Nur ist da noch so viel mehr, als nur die Lust nach ihr, die ich sowieso nicht ausleben darf, weil sie Jungfrau ist und ich geschworen habe, ihr nicht mehr zu nah zu kommen. Ihre Bitte um den Kuss, den hab ich ihr so verdammt gerne geschenkt. Und danach an der Tür hab ich nicht mehr dran gedacht zu warten, sondern sie einfach geküsst. Beim nächsten Mal werde ich sehen, wie ich es mache. Ich will mich an das Versprechen halten.

Das alles geht mir durch den Kopf, während ich die Tische abreibe, jeden einzelnen, weil es gerade ruhiger ist. Die letzte Nachricht ist schon etwas her. Gestern Abend. Und das Gefühl, sie endlich sehen zu wollen, frisst mich auf. Also lege ich den Lappen weg, zücke mein Handy und tippe ihr eine Nachricht.
Hey Kätzchen. Lust auf nen Kaffee? Ich hab noch ein bisschen zu arbeiten. In der Zeit könntest du Kaffee trinken. Danach...keine Ahnung. Unternehmen wir etwas. Vince
Ehe ich drüber nachgedacht habe, schicke ich die Nachricht ab und schlucke, fange Junes Blick auf und stecke das Handy schnell weg, gehe meiner Arbeit weiter nach und begrüße zwei neue Gäste, die gerade hereinkommen.
Mal sehen ob sie kommt....

@Caitlyn Turner



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#3

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 01.12.2018 22:16
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Während ich vollkommen gedankenverloren durch unsere Nachrichten scrollte, erschrak ich so heftig beim Vibrieren meines Handys, dass es mir ins Gesicht fiel, als die neue Nachricht von Vince ankam. Die schmerzende Stelle reibend, setzte ich mich so schnell wie möglich auf und las seine Worte mit einem immer breiter werdenden Grinsen.
Gott, das musste echt dringend aufhören, genauso wie dieses dämliche Herzrasen...Irgendwann ging ich sicher noch an einem Infarkt drauf. Tief durchatmend tippte ich eine kurze, beinahe nichtssagende Antwort und sprang vom Bett auf, um mich anzuziehen. Zwar tat ich so als wäre ich ganz cool mit der Situation, aber in meinem Hirn herrschte Ausnahmezustand, während mich verschiedene Stimmen anbrüllten, was ich tun sollte, damit ich ihm gefiel. Bei Gelegenheit sollte ich das wahrscheinlich mal untersuchen lassen, aber fürs erste tat ich was die Stimmen sagten und zog mich an.
Kniestrümpfe Rock und Shirt saßen perfekt, und ich verdeckte beides gekonnt mit meinem Wintermantel, während ich in meine Stiefel stieg. Die Haare hatte ich zu einem Pferdeschwanz gebunden und ein dezentes Make-Up aufgelegt. Jedoch ließ ich mich von den Stimmen dazu überreden roten Lippenstift aufzulegen, bei dem ich auf hundert verschiedene Arten testete, ob er auch wirklich nicht abfärbte.

Mich ein letztes Mal vor dem Spiegel in alle Richtungen drehend schnappte ich mir meine Handtasche und beschloss, dass ich fertig war. Mit einem Grinsen und sogar pfeifend sprang ich leichfüßig die Treppe unserer Hauses hinunter und nahm meinen Autoschlüssel vom Haken.
Wie auf Kommando trat das Stiefarschloch mit seiner Best-Dad-Ever Kaffeetasse, die er definitiv nicht von mir hatte und aus der es verdächtig nach Cognac roch, aus der Küche und musterte mich argwöhnisch.
“Wo soll’s denn in diesem Aufzug hingehen?”, fragte er und der Unterton in seiner Stimme ließ mein Grinsen verblassen. Gut, dass tat auch sein Anblick an sich, aber jetzt war ich wachsamer. “Ich bin verabredet”, sagte ich schlicht und verstaute den Schlüssel in meiner Handtasche. Gott, ich war sogar viel zu höflich um einfach abzuhauen.
Er hob eine Augenbraue und sah mich durchdringend an. “Deine Mum sagte, du hast einen Freund...Ist das eine ihrer Hirngespinste?”, fragte er weiter und lehnte sich in den Türrahmen zur Küche. Ich sah auf und bedachte ihn mit einem funkelnden Blick. Die Stimmen die mir eben noch geraten hatten, so heiß wie möglich für Vincent auszusehen, rieten mir nun, dem Idioten in die Eier zu treten, und was sollte ich sagen...ich dachte tatsächlich darüber nach. Mich allerdings wieder auf meine Erziehung besinnend setzte ich mein bestes falsches Lächeln auf und schüttelte leicht mit dem Kopf. “Sie meint sicher Vincent. Nicht das es dich etwas angehen würde, aber er ist nicht mein Freund. Wenn du mich jetzt entschuldigst. Ich bin wie gesagt verabredet”, sagte ich so kühl ich konnte. Sein Blick wurde regelrecht bohrend, aber das war mein Stichwort zu verschwinden.

Ohne auf eine Antwort zu warten, verschwand ich aus dem Haus und sprang förmlich in meinen Prius. Mit meinem Mustang hätte es viel mehr Spaß gemacht hier abzuhauen, aber eigentlich war ich einfach nur froh hier wegzukommen.
Der Weg in die Innenstadt war Gott sei Dank nicht allzu weit, so dass ich schon nach kurzer Zeit das Auto in einer Seitenstraße nahe des Café parken konnte. So schnell ich konnte lief ich zum Café denn jetzt wollte ich einfach nur noch sein Gesicht sehen.
Ich bog um die Straßenecke und bremste, als ich durch das Schaufenster sein Gesicht erkannte. Er bediente gerade ein paar Kunden und lächelte sogar. Mein Herz raste wie verrückt bei seinem Anblick und plötzlich kam ich mir ziemlich dumm dabei vor, dass ich mich so hübsch gemacht hatte.
Unsinn...du siehst toll aus...jetzt tief durchatmen und rein mit dir, damit er nicht merkt wie sehr du gerannt bist, sagte mein Unterbewusstsein und ich nickte mir selbst zur Bestätigung zu. Hoffentlich sah mich keiner...

@Vincent Lear



Vincent Lear gefällt das.
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#4

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 14:21
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Unbewusst wie ich glaube, geht mir die Nachricht im Kopf herum. Vielmehr ihre Reaktion dazu. Wird sie kommen oder lässt sie es bleiben? Hat sie überhaupt dafür? Zwischen lernen und ihrer Mutter muss sie kaum Zeit für sich haben. Und nun frage ich, ob sie etwas davon opfern kann.
Seltsam, denke ich bei mir, räume in der Küche Geschirr in die Maschine. Früher hätte ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Das ist doch echt verrückt. Ich bin verrückt. Weil ich mich nicht wiedererkenne. Wo ist der Vince hin, dem alles egal ist?
Den gab es nie, antwortet mir eine Stimme, die es weiß. Sie weiß, wer ich wirklich bin. Aber ich trage die Maske schon so lange, da fällt es mir manchmal schwer zu unterscheiden, wer was ist.
"So in Gedanken in letzter Zeit, Vincent?", fragt June auf einmal neben mir, stellt einen Teller und eine Tasse hin.
"Sicher doch", grinse ich, richte mich auf, "darf ja keine Tassen mehr zerdeppern. Da ist höchste Konzentration gefordert. Ich geb alles."
"Mhm", nickt sie, wobei ein Schmunzeln ihre feinen Lippen ziert. "Dann geb mal alles beim Bedienen. Draußen bildet sich schon eine Schlange und irgendwas sagt mir, dass die Anzahl der weiblichen Gäste gestiegen ist, seit du hier bist."
Grinsend fahre ich mir durch die Haare. "Wäre möglich. Wer würde sich das Engelsgesicht schon entgehen lassen? Ich nicht. Vermutlich würde ich mir schon mal meine Nummer aufschreiben um es später zwischen das Geld zu schieben." Meine Worte sind locker, genauso schlendere ich nun hinaus und gehe hinter die Theke. Und sie hat Recht: es sind vorwiegend Frauen die da stehen und mich alle nicht aus dem Auge lassen.
Bin ich die neuste Attraktion des Ortes? Dachte nach ein oder zwei Wochen würde sich das legen. Anscheinend ist das Kaff hier echt ausgehungert, was neue Leute angeht und vor allem, was interessant ist. Dabei haben die doch schon genug Skandale gehabt, allen voran der Mordanschlag des Bürgermeisters, den seine Frau traf.
Ich bin so vertieft, dass ich nicht mitbekomme, wie Caity das Cafe betritt und sich einen Platz sucht. Still wie sie ist, beobachtet sie mich vielleicht. Keine Ahnung. Aber als die Schlange endlich abgearbeitet ist, macht June mich drauf aufmerksam, dass neue Gäste an Tischen sitzen und ich die Bestellung holen gehen soll. Also tue ich das, ist ja schließlich mein Job, auch wenn mir gerade der Sinn immer weniger danach steht, etwas zu tun. Zumindest zu arbeiten. Ich sehne mich nach ganz anderen Dingen. Dinge, die früher täglich der Fall waren und nun....
Scheiße, ich hab echt Druck irgendwie. Und auch wenn ich es mir alleine mache, mir fehlt Sex. Seltsamerweise kommt mir immer nur ein Bild in meine Sinne. Dieselben Augen.... die Lippen....Fuck!
Gerade als meine Gedanken sowieso um sie kreisen, trete ich an einen Tisch, um zu erfragen, was gewünscht ist, als ich aufblicke und erkenne, wer da sitzt. Im ersten Moment bin ich einfach nur überrascht, weil ich es nicht mitbekommen habe.
"Was darf´s....?"
Da ist sie: @Caitlyn Turner . Sitzt hier, wunderschön.....



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#5

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 14:55
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Die Schlange am Tresen war ziemlich lang als ich den Laden betreten hatte. Er stand dahinter und bediente mit einem freundlichen Lächeln die vorwiegend weiblichen Gäste und ich ließ ihn nicht aus den Augen, als ich mir einen freien Tisch suchte und meinen Wintermantel auszog.
June, die mich durch den Raum hinweg vielsagend an grinste, ging auf Vince zu und übernahm seine Aufgabe, damit er die Bestellungen der übrigen Gäste an den Tischen aufnehmen konnte.
Ohne auf zusehen, kam er rüber und hatte sogar schon seinen Block gezückt. Mit einem sanften Lächeln sah ich zu ihm auf, als er mich ansah. Der Blick seiner blauen Augen traf mich...Er wirkte verwundert mich hier zu sehen und brach sogar Mitten im Satz ab und starrte mich förmlich an.
“Hey…”, meinte ich schlicht und selbst meine Stimme klang nervöser als sie sollte. Diese Wirkung hatte tatsächlich nur er auf. Mein Herz raste während wir uns ansahen. “Ich nehme einen Vanille Latté und einen Keks”, beantwortete ich schließlich seine unausgesprochene Frage und verschränkte meine Finger vor mir auf dem Tisch.
Unauffällig atmete ich tief durch und senkte kurz meinen Blick, um mich zu sammeln. “Du hattest geschrieben...also...tadaaa...da bin ich”, meinte ich schmunzelnd und sah ihn wieder an. Die Nervosität versuchte ich so weit es ging zu unterdrücken. Seit unserem Kuss in meinem Haus hatten wir uns nicht mehr gesehen, geschweige denn berührt und alles in mir sehnte sich danach. Wie gern ich ihn einfach zu mir runterziehen wollte, um ihn zu küssen. Aber ich hielt mich zurück, besonders weil viel zu viele Blicke auf uns gerichtet waren.
Er stand ja auch schon viel zu lange da und sah mich einfach nur an, was es mir wirklich schwer machte, unauffällig zu sein.

@Vincent Lear



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#6

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 15:32
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Viel zu lange sehe ich ihr in die Augen, ehe mein Blick an ihr hinab wandert, ihre Beine in diesen heißen Stiefeln und dem Rock.... wow. Die schlanke Figur perfekt betont, was meinen Puls in die Höhe schnellen lässt. Dazu der rote Lippenstift. Scheiße, sie ist ein Traum. Und sie soll unschuldig sein? Wie hat sie das nur so lange bewahren können?
Bei ihrer Bestellung kehre ich wieder ins Hier und Jetzt zurück, weg von den Bildern, die sich in meinen Verstand festsetzen und hier sicher nicht gut kommen. Aber ich kann es nicht lassen, meine Zähne über die Unterlippe zu ziehen und zu schmunzeln.
"Also für die muss ich nicht mal hinter die Theke. Und falls du dich fragst, ob sie dann heiß sein wird, das kannst du dir glaube selbst beantworten."
Scheiße, der Spruch war mies, aber ich kann grade nicht so wirklich denken. Doch ich reiße mich zusammen, nicke dann.
"Kein Problem, ich bring ihn dir."
Wieder versinke ich in ihren Augen, nur dass sie immer wieder den Blick senkt verhindert, dass ich mich hier zum Affen mache, was ich so oder so schon tue, denn ich stehe zu lange mit dem Block an ihrem Tisch. Stören tut es mir nicht im geringsten, dass man uns sicher schon beobachtet, zumindest die eine oder andere heimliche Inaugenscheinnahme.
"Hätte nicht gedacht, dass du kommst", gestehe ich ehrlich. "Bist doch eine schwer beschäftigte Frau. Obwohl, wer kann diesem Lächeln widerstehen." Es kommt locker, dabei zeige ich genau das. "Vor allem wenn dieser jemand noch immer Gesprächsthema Nr. 1 zu sein scheint. Aber stör dich nicht an den Groupies", reiße ich den nächsten Spruch. "Dein Latte wird der Beste werden. Wetten?"
Einen Augenblick bleibt mein Blick wieder an ihren Lippen hängen und ich spüre, wie es mich zu ihr zieht, ich sie am liebsten im Stuhl zurück drücken würde und meine Lippen auf ihren. Das ist purer Wahnsinn, was sie für eine Anziehung auf mich ausübt.
Schnell wende ich mich um und gehe hinter die Theke, fange an die Milch zu schäumen, was einen Haufen Lärm macht.
"Vincent?", tritt June neben mich. "Nicht dass ich dir nun den Tag vermiese, aber heute Abend musst du alleine den Laden dicht machen. Heißt, es wird später. Ich muss nochmal zum Großmarkt fahren. Ist das okay?"
Etwas Vanillepulver hinein getan, setze ich die Milch ab und sehe zu ihr rüber. "Dein Ernst? Ich hab vielleicht was vor. Und nun?"
Kurz huscht ihr Blick zu Caity und Wissen steigt in ihren Augen auf, was sie wieder so merkwürdig schmunzeln lässt, als sie mich ansieht. Allerdings ist ihr Ton bedauernd. "Tut mir leid. Aber sie wird warten müssen. Ihr verkraftet das schon oder nicht? Schließlich ist da nichts, wie du ja mir die letzten Tage deutlich versucht hast zu sagen, als du drei Tassen zerdeppert hast."
Meine Augen verengen sich, während ich den Espresso in einen extra Behälter laufen lassen, die Milch im Glas steht und sich setzen kann.
"Stell dir vor, es gibt noch andere, die meine Gesellschaft mögen", erwidere ich viel ruhiger, als ich mich fühle.
"Ja ich zum Beispiel", kommt vor der Theke von einer mir bekannten Frau, die ich in der Nacht abserviert habe, als ich zu Caity bin.
"Nächstes Mal", kommt es nur kühl von mir, mein Lächeln falsch. Einen Löffel nehmend schenke ich den Espresso am Rand langsam ins Glas hinein.
"Na dann ist es ja kein Problem, wenn du das heute übernimmst. Den Schlüssel kannst du gleich behalten."
Brummend setze ich eine Sahnehaube oben drauf und gieße Vanillesirup darüber. Den Keks lege ich auf einen Extrateller, nicke ihr lächelnd zu, als sei nichts und bringe beides zu Caity zurück.
"Latte und Keks. Wie bestellt, so geliefert. Mit einer Spritze Süße die von Engeln stammen könnte. Er voilà."
Damit stelle ich es vor sie hin, komme ihr so wenigstens etwas nah und kann sofort ihren Duft wahrnehmen. Kurz lasse ich meine Hände an dem Geschirr, sehe zu ihr hinüber und kann das Funkeln darin nicht verbergen.
"Ich hoffe, er schmeckt dir", sage ich leise, zwinker dann und richte mich wieder auf.

@Caitlyn Turner



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#7

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 16:34
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Er hatte mich die ganze Zeit angesehen und mein Herz war beinahe explodiert. Und noch einen viel längeren Blick schenkte er meinen Lippen, so dass ich fest in der Annahme war, er würde mich jeden Moment küssen. Ich hätte ihn definitiv nicht aufgehalten, auch wenn es sicher merkwürdig gewesen wäre, dass vor den Augen aller zu tun.
Nicht mal seine doofen Sprüche änderten etwas daran, wie sehr ich mich von ihm angezogen fühlte, weil ich wusste, dass er die nicht mal wirklich so meinte. Er hatte mich hinter die Maske sehen lassen und nun störte mich nicht mal mehr was er für versaute Gedanken hatte…
Doch noch ehe ich meinem Wunsch aufzustehen und ihn zu küssen nachkommen oder auch nur ansatzweise auf seine Bemerkung, dass er nicht geglaubt hatte, dass ich herkam, antworten konnte, verschwand er hinter dem Tresen. Mit klopfendem Herzen sah ich ihm nach, beobachtete ihn, wie er mit June sprach, wie er ihr einen entrüsteten Blick zuwarf und mich dann für einen Augenblick traurig ansah. Unweigerlich fragte ich mich, was sie ihm wohl gesagt hatte, was diese Reaktion bei ihm auslöste.
Seine Worte, dass es Menschen gibt, die seine Gesellschaft zu schätzen wussten, brachten mich zum Schmunzeln. Er hatte ja keine Ahnung wie sehr ich seine Nähe genoss. Allerdings verblasste mein Lächeln als ich Erin Masen hörte, die am Tresen stand und darauf antwortete. Unbewusst bedachte ich sie mit einem bösen Blick, besonders als sie vorschlug, dass sie ihm ja für den Abend Gesellschaft leisten könnte.
In mir begann etwas zu Brodeln und am liebsten hätte ich sie mit ihrem dämlichen Grinsen unter den kochend heißen Milcheaufschäumer gesteckt. Überrascht blinzelte ich und schüttelte leicht den Kopf. Wow...solche Gedanken kannte ich ja gar nicht von mir...zumindest nicht so. Ich hatte nie etwas gegen Erin gehabt, in der Schule war sie damals sogar eine der wenigen die wirklich nett zu mir waren, aber gerade wollte ich ihr Gesicht einfach nur immer wieder auf die Tresenkante rammen. Verdammt, was machte dieser Kerl nur mit mir…
Aber noch ehe ich weiter darüber nachdenken konnte, wie ich ihre Leichen unauffällig in meinen Prius stecken könnte, kam Vince mit einem kleinen Lächeln zu mir zurück und stellte mir den Kaffee samt Gebäck auf den Tisch.

Gerade als er wieder gehen wollte nahm ich seine Hand und hielt ihn auf. Mir fielen seine Worte von vorhin wieder ein und ich biss mir verlegen auf die Lippe, als sich in meinem Kopf eine Antwort dazu formte.
Als er mich wieder ansah, erwiderte ich seinen Blick und spürte wie meine Wangen die Farbe meines Lippenstiftes annahmen. “Ich konnte es kaum erwarten dich wieder zu sehen”, gestand ich leise und streichelte mit dem Daumen über seinen Handrücken. Es war die erste Berührung seit Tagen und sie schien kleine elektrische Stöße auszusenden, die mein Herz zum Stocken brachten, während wir uns an sahen. Ich hatte es wirklich nicht erwarten können…
“Schon allein wegen deinem Lächeln”, fügte ich noch scherzend hinzu und ließ seine Hand los, damit es nicht merkwürdig wirkte.

@Vincent Lear



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#8

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 17:21
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Dass sie Erin heißt, hab ich schon vergessen. Vermutlich hat sie mir den Namen genannt, ehe sie angefangen hatte, mir einen zu blasen, wenn ich es so hart ausdrücke. Denn eine Frau wie sie hat keine andere Sprache verdient. Naja, eigentlich habe ich bisher immer so geredet. Es ist die Sprache meiner Freunde und mir.
Nur wenn ich jetzt so vor Caity stehe, ihr nah bin, vergehen immer mehr solcher Worte. Was mich ehrlich gesagt etwas nervt. Denn diese Macht über mich kotzt mich auch an. Trotzdem kann ich mich ihr nicht entziehen....dieser Blase, in der wir gerade wieder verschwinden, als sie meine Hand nimmt und sich unsere Blicke treffen. Nein, wir versinken in den Augen des anderen und nichts anderes existiert...nur wir beide... und dieser Duft, von dem ich noch immer nicht weiß, ist es ein Parfum oder ihr Shampoo? Ist es sie womöglich alleine?
Dieses Rot ihrer Wangen ist zu niedlich und am liebsten würde ich sie berühren, ihre Wangen und diese Lippen, die im selben Farbton einladend glänzen.
Was mich allerdings noch einmal überrascht, ist ihre Ehrlichkeit. War sie nicht die ganze Zeit eher reservierter und wollte so tun, als würde ich gar nicht in sie dringen...also nicht auf die Weise, sondern eben auf der emotionalen Ebene? Zwar gab es diese Momente zwischen uns, aber wie sehr sie mich auch sehen wollte, war mir nicht ganz so bewusst. Sicher, der Arsch in mir lacht und meint, dass es doch klar ist. Die Kleine ist scharf auf mich und wird bald ihre Beine breit machen. Nur noch ein wenig Süßholz.
Doch sie weckt eben diesen anderen, der hinter der Maske....der das hier unglaublich genießt und auch wie sie über meine Hand streicht. Die Schmetterlinge die es auslöst lässt kurz die Maske fallen.
"Das trifft sich gut....ich dich auch."
Mein Herz rast viel zu schnell und als sie meine Hand loslässt, fühlt sie sich kühler an. Sehr viel kühler.
Scheiße, dass ist doch nicht normal. Das kann einfach nicht passieren. Nicht hier. Und nicht zu der Zeit - Worte die ich mir einhämmern will, versuche es, mit jedem Atemzug. Doch mit jedem dieser, sauge ich ihren Duft ein.
"Ich muss heute Schluss machen....also dauert es noch etwas. Damit hab ich nicht gerechnet. Also..."
Mit Gewallt ziehe ich die Maske auf, grinse sie an und lege den Kopf schief. "Sieh dem Meister beim Bedienen zu. Wer weiß, wozu du es gebrauchen kannst."
Gott, der war so schlecht, doch sie lässt mein Vokabular schrumpfen. Zumindest dieses....

@Caitlyn Turner



Caitlyn Turner lacht.
Caitlyn Turner küsst dich.
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#9

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 03.12.2018 21:32
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Augenrollend sah ich ihn an und schmunzelte in mich hinein. Einen Moment war er der sanfte, beinahe ängstliche Junge und im nächsten stand da Vincent Lear, Badboy aus New York City. Mir gefielen sie beide irgendwie, auch wenn ich das so vor ihm ganz sicher nicht zugeben würde. Zumindest nicht so…
“Ich warte hier einfach...trinke meinen Kaffee sehr sehr langsam...lese ein wenig die Zeitung...und dann mal sehen”, sagte ich leise und sah ihm in die Augen. Selbst wenn es bis spät in die Nacht warten müsste, würde ich es tun, weil er das wert war und weil es mit ihm bis spät Abends in einem Café sicher tausendmal mehr Spaß machte, als allein in meinem Zimmer zu hocken und an ihn zu denken.
Außerdem wusste ich, dass nach 17 Uhr meistens sowieso keiner mehr her kam zum Kaffee trinken, somit hätte er dann nicht mehr wirklich was zu tun und vielleicht kam ich dann irgendwann auch in den Genuss ihn um einen weiteren Kuss zu bitten, denn dass war es wonach ich mich wirklich sehnte, seit ich hier angekommen war.
“Außerdem kann ich dir nachher beim Aufräumen helfen und dann sind wir schneller hier raus”, schlug ich vor und strich mir verlegen eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht. June hätte sicher nichts dagegen, immerhin hatte ich hier im Sommer ausgeholfen und kannte mich daher bestens mit dem Laden aus.
Irgendwie freute ich mich schon drauf wenn die Gäste gehen würden. “Und jetzt los, bevor June dir die Zeit die du hier mit mir verplemperst noch vom Lohn abzieht”, bemerkte ich scheuchte ihn sanft weg, denn so langsam wurden die Blicke meiner ehemaligen Mitschüler und auch die der anderen ziemlich unangenehm.
Schmunzelnd nahm ich den Löffel von der Untertasse und nahm ein bisschen was von der Sahne damit ab und leckte sie genüsslich davon ab. Ja...das konnte er eindeutig ziemlich gut...
@Vincent Lear



Vincent Lear findet das süß!
Vincent Lear grinst vor sich hin!
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#10

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 04.12.2018 09:16
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Lachend nehme ich ihren Satz zur Kenntnis und versuche mir das Bild vorzustellen.
"Ob du so langsam trinken kannst, bin ich mal gespannt. Aber nasch die Sahne runter, sonst verläuft sie dir und versaut noch alles als weiße Soße."
Scheiße ich kann es nicht lassen.... sie bringt beide Seiten in mir einfach zum Vorschein und zum streiten. Die eine feiert es, dass sie wegen mir bleibt und die andere....auch irgendwie, nur eben anders. Ich freue mich, dass sie bleibt.
Der Satz allerdings war mal so wieder typisch Arsch Vince, dass sich die Maske wieder mehr und mehr auf mein Gesicht drücken will. Dass sie diesen Kerl auch irgendwie mag, weiß ich ja nicht. Denn bisher machte sie den Eindruck, als könne sie ihn nicht wirklich leiden. Manchmal kann ich das auch nicht. Doch genauso frage ich mich, wie viel davon ich bin.
"Hmm sehr verlockend Kätzchen. Du und ich alleine hier drin. Ob du dich das traust?", schmunzele ich und zwinkere ihr zu, wobei die Vorstellung mir wirklich gefallen würde, wenn sie so lange bleibt und wir beide hier alleine sind....sauber machen... und irgendwie kommen Bilder in mir hoch, wie ich sie einfach küsse, berühre, hier in dem leeren Laden. Es lässt mein Herz rasen und meinen Körper kribbeln. Gott ich würde so viele Dinge gerne mit ihr tun...diesen Rock hoch schieben und überall berühren.
Okay okay ich sollte aufhören hier sowas zu denken, ehe meine Hose eine zu offensichtliche Beule bekommt. Das wäre hier mega mies. Also fahre ich mich zurück, denke an irgendwas total unsexyhaftes und lache einfach.
"Ach June wird sich schon nichts draus machen. Ich arbeite doch, sorge dafür, dass wir bald eine neue Stammkundin haben."
Auch mir fallen die Blicke nun auf, doch sie stören mich nicht wirklich. Seit ich hier bin verfolgen mich welche. Irgendwann gewöhnt man sich an alles. Nur ob sie es mag, wenn man uns so anstarrt? Vielleicht ist es ihr auch unangenehm....
Das erste Mal taucht wirkliche Unsicherheit in mir auf, dass ich ein Auslöser dafür sein könnte, dass man sich schämt. Denn auch wenn ich viel von mir halte, zumal der Arsch-Vince, gehöre ich nicht in ihre Welt, in diesen Ort. Ich falle eben auf wie ein bunter Hund, so kommt es mir vor.
Der Arsch grinst aber nur und meint noch:"Dann warte auf mich Kätzchen und lass dir den Anblick schmecken, ehe ich mir dich schmecken lasse."
Damit gehe ich nun wirklich zurück hinter die Theke.
Neben am Tresen stehen zwei Hocker auf denen man auch verweilen kann und dort sitzt noch immer Erin, deren Namen nicht auf dem Schirm habe. Lasziv rührt sie in ihrem Cappuccino und sieht zu mir auf.
"Schade dass du letztens so schnell weg bist. Ich hätte lieber dein weißes Zeug geleckt", meint sie gedämpft und leckt den Löffel ab. "Vielleicht magst du ja mal bei mir vorbei kommen. Meine Tür steht dir immer offen."
Da gerade der Arsch da ist, lehne ich mich etwas über die Theke, sehe ihr in die Augen und den Kopf schief, ehe ich meinen Blick über sie wandern lasse, langsam, bis ich wieder bei ihren Augen ankomme, die förmlich glühen.
Seufzend, als würde ich es bedauern, kommt von mir: "Es gibt so viele Fenster und so wenig Zeit. Da muss ich Prioritäten setzen. Und du stehst nicht auf meiner Liste. Sorry."
Grinsend richte ich mich auf und will mich umwenden, als ich zischt: "Aber diese kleine Unschuldsnummer von Turner schon ja? Du kaufst ihr das echt ab? Gott bist du leichtgläubig."
Den Blick, den ich ihr zuwerfe, könnte eisig sein, was meine Augen vermutlich sind. Doch ich lächle und meine nur: "Sie hat wenigstens Klasse, was dir fehlt. Lutscht eh jeden Schwanz, der sich dir bietet, so hab ich gehört."
Dafür ist ihr Blick wütend, knallt den Löffel hin, sodass es sicher nicht unauffällig ist und rutscht vom Hocker.
"Du wirst dich danach sehnen", faucht sie nochmal und rauscht davon.
Grinsend sehe ich ihr nach, werfe mir ein Handtuch über die Schulte rund fange Junes Blick auf.
"Was?"
Sie sieht mich sehr intensiv an, schüttelt dann lächelnd den Kopf und verschwindet im hinteren Bereich, aus dem sie nun heraus kommt und mich drauf hinweist, dass sie nun geht. "Denk dran alle Türen abzuschließen. Vorne und hinten. Schild drehen und Lichter aus."
"Alles klar Chefin", salutiere ich vor ihr und widme mich wieder der Bedienung eines Kunden.
Ich sehe, wie sie noch zu Caity geht, deren Anblick ich fast schon verschlinge. Sie ist so.....wow.

@Caitlyn Turner



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#11

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 04.12.2018 17:23
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Von da wo ich saß, bekam ich jedes einzelne Wort mit, was er mit Erin tauschte und ich schnaubte, als sie ihre Beleidigung losließ. War ja klar, dass sie versuchte ihm sowas einzutrichtern, wobei ich mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen konnte, als er meinte ich hätte die Klasse, die ihr fehlte. Ein eindeutiger Korb an sie, der mein Herz sogar noch mehr rasen ließ als ohnehin schon.
Keine Ahnung was sie für ein Problem damit hatte, oder was zwischen den beiden eindeutig gelaufen, nur schien er es beendet zu haben, bevor mehr draus werden konnte, was sie nun wahrscheinlich ziemlich ankotzte. War es wegen mir? Irgendwie gefiel mir der Gedanke, obwohl ich keine eindeutige Antwort darauf hatte. Gerade jetzt würde ich verdammt gern zu ihm rüber gehen und ihr zeigen, wie unschuldig ich sein konnte...
Ein wenig verträumt nippte ich am Strohhalm, während ich ihm bei seiner Arbeit beobachtete. Allerdings wurde ich aus meinen Fantasien, wie er mich auf diesen Tresen setzte und mich leidenschaftlich küsste, gerissen, als June auf mich zutrat. Mit einem sanften Lächeln sah sie zu mir runter und ich erwiderte es sanft.
“Na meine Kleine...ein bisschen verknallt?”, fragte sie leise und ich sah sie überrascht an, während meine Wangen durch ihre Bemerkung aufflammten. “Ich? Was..nein? Quatsch”, stammelte ich aber sie winkte direkt ab.
“Gehst du ihm heute ein bisschen zur Hand? Ich muss jetzt los ein paar Einkäufe machen und heute scheint die ganze Stadt einen Kaffee zu brauchen...Ich bezahle dich auch für den Tag”, meinte sie und stützte sich einen Augenblick auf der Tischkante ab.
Erneut wurde mein Blick überrascht. Warum sollte sie das tun? Vielleicht machte
sie sich wirklich Sorgen, dass Vince mit so einem Andrang nicht klarkam, aber das wäre total abwegig. Dennoch nickte ich. “Klar, wenns zu viel wird spring ich mit ein und heute Abend mache ich mit zu. Aber dafür brauchst du mich wirklich nicht bezahlen. Ich mach das gern.” Mein Blick wanderte wie von selbst zu Vince, der gerade an der Espressomaschine zu Gange war. Unter seinem dünnen Pullover zeichnete sich deutlich seine Rückenmuskulatur ab und ich biss mir verlegen auf die Unterlippe, während ich ihn so musterte.
Verdammt, vielleicht hatte ich mich doch ein wenig verknallt... Mir gefiel nur nicht, dass June Recht hatte, weshalb ich schnell den Blick abwandte und stattdessen die Besitzerin des Ladens ansah. Sie schüttelte nur amüsiert den Kopf.
“Danke Kitty...und denk dran...kein Blödsinn machen”, meinte sie schmunzelnd und kniff mir kurz in die Wange, ehe sie endgültig verschwand. Ein erleichtertes Seufzen später widmete ich mich wieder meinem Kaffee und dem Tee, nur wanderten meine Gedanken immer wieder zu dem was June gesagt hatte.
Fühlte es sich so an, in jemanden verknallt zu sein? Als würde ich den Verstand verlieren, wenn er in meiner Nähe und noch ein wenig mehr wenn ich es nicht war?
Während mir diese und noch viele weitere Thesen durch den Kopf gingen, bemerkte ich, dass mein Kaffee leer war und ich durch den Strohhalm nur noch Luft mit Vanillearoma sog.
Die Tische um mich herum hatten sich geleert, aber die Kunden drängten sich immer noch vor der Bedientheke. Okay, wurde wohl Zeit ihm mal zu helfen, immerhin gab es zwei Kaffeemaschinen. Ich stand auf und begann damit die leeren Teller von den Tischen abzuräumen und brachte sie in die Küche, aus der ich mir auch eine Schürze mitnahm, die ich umband, als ich zu Vince hinter den Tresen trat. Ohne ein Wort an ihn zu richten, begann ich damit Bestellungen aufzunehmen und sie abzuarbeiten. Zwar brauchte ich einen Moment ehe ich die richtigen Knöpfe an der Maschine drückte, aber kurz darauf, war es als hätte ich nie aufgehört hier zu arbeiten.
Nebenbei beobachtete ich auch Vince und schenkte ihm hin und wieder ein Lächeln, wann immer sich unsere Blicke kreuzten, was Gott sei Dank ein paar Mal öfter geschah.

@Vincent Lear



Vincent Lear ist überrascht!
Vincent Lear hat Herzklopfen!
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#12

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 04.12.2018 22:11
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Jede Bedienung und jeder Kaffee mache ich automatisch, bin mir ihrer Anwesenheit so extrem bewusst, als stünde sie direkt neben mir. Immer wieder geht mein Blick zu ihnen rüber, wie sie reden und deutlich kann ich sehen, dass sich ihre Wangen rosig färben. Verdammt, es sah so niedlich aus.... und machte ihre Augen noch strahlender als sie so schon sind. Als könnte ich mich ihnen nicht entziehen, bewege ich mich in ihrem Blickfeld, bewusst oder unbewusst. Ich weiß es nicht. Gerade weiß ich vieles nicht mehr. Nur dass das hier so merkwürdig ist. So anders, als alles was ich je erlebt habe. Sie ist anders. Eben sagte ich, sie habe Klasse. Das stimmt. So viel mehr, als meine Betthäschen haben.
Sie soll keine davon sein.
Dieser Gedanke schießt mir in den Kopf, während ich einen Espresso raus lasse und damit einen Latte mache, ähnlich der ihrem. Eine Weile spukt sie in meinem Kopf herum, doch die Schlange wird irgendwie immer mehr und mein Lächeln so maskenhaft wie immer. Ich scherze, ich lache und ich entlocke Trinkgeld, vermutlich noch mehr Stammkunden. Eigentlich ist es etwas, was ich mir niemals hätte denken können, dass ich mal in einem Cafe arbeite. Nur irgendwie macht es mir Spaß.....ich mache etwas sinnvolles....
Das denke ich, als Caity plötzlich neben mich tritt und beginnt mir zu helfen. Eine weiße Schürze um ihre schmalen Hüften und dem Lächeln verzaubert sie mich, als sei ich ein Kunde. Unsere Blicke kreuzen sich und ich lächle ehrlich, offen. Gerade wird die Arbeit noch besser und jeder Kunde geht mir leicht von der Hand.
"Beehren Sie uns bald wieder. Denn der beste Kaffee gibt es nur hier, mit dem Gesicht eines Engels serviert", beende ich gerade das letzte Kundengespräch für mich, sie hat noch zwei Männer vor sich.
"Ich geh kurz hinter okay?", meine ich dicht an ihrem Ohr, lächle und würde so gerne einen Kuss darauf hauchen. Aber ich reiße mich zusammen und gehe dann. Denn ich muss offen und ehrlich gesagt einfach mal schiffen.
Im kleinen Waschraum der Angestellten, stütze ich meine Hände rechts und links aufs Waschbecken und sehe in den Spiegel. Meine Augen sind so hell und wirken weniger kalt und distanziert, als ich sie kenne. Unbewusst schüttele ich den Kopf, benetze mir das Gesicht und sehe wieder hinein, wie Wasser von einer meiner Haarspitzen tropft.
"Was macht sie nur mit mir? Bin ich denn verrückt? Sie ist ein Mädchen von hier...eine Jungfrau...und so verdammt heiß. Aber...ich spiele nicht in ihrer Liga. Sie ist nicht mal ansatzweise nah bei mir. Sie ist gut. Zu gut. Ich sollte...."
Als ich sagen will, dass ich hier ein Fehler mache, sie von mir schieben sollte....kann ich es nicht mal denken. In mir sperrt sich etwas. Und nicht nur, weil sie eben heiß ist. Sie hat Klasse, sie hat Pläne, sie hat eine Zukunft. Und ich bin ein Nichtsnutz aus New York, mit Dreck am Stecken.
Meine Geste, als ich mir mit der Hand durchs Haar fahre, wirkt fast verzweifelt.
Aber alles woran ich denken kann ist: hoffentlich ist sie alleine wenn ich komme und hoffentlich darf ich sie endlich küssen. Ich kann an nichts anderes denken....

@Caitlyn Turner



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#13

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 04.12.2018 22:39
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Lächelnd nickte ich, als er mir sagte, dass er kurz verschwand, während ich einen Gast abkassierte. Die letzte halbe Stunde war die Zeit wirklich wie im Flug vergangen und die Arbeit ging so schnell von der Hand, dass ich kaum bemerkt hatte, wie sich die Schlange vor dem Tresen langsam auflöste.
Der letzte Kunde trat mir entgegen und ich sah lächelnd auf. “Jackson? Wow, dich hab ich ja seit der Highschool nicht mehr gesehen”, sagte ich überrascht und strahlte ihn an. Jackson Cole war einer der wenigen Leute auf der Highschool die ich als Freunde bezeichnet hätte. Er war ein super lieber Kerl gewesen, mit dem ich hin und wieder gelernt hatte. Nach unserem Abschluss hatten wir uns mehr oder weniger aus den Augen verloren, aber er hatte mir immer wieder zu den Feiertagen eine Nachricht geschrieben.
“Caitlyn? Wahnsinn, was machst du denn hier?”, fragte er ebenso überrascht und sein typisches Grinsen trat auf sein Gesicht. Es war eine gefühlte Ewigkeit her, dass wir uns gesehen hatten und doch kam es mir vor wie gestern.
“Tatsächlich bediene ich heute hier...Also was darfs sein?”, fragte ich und wischte über den Tresen, damit er in Ruhe nachdenken konnte. “Nur heute? Dann ist das ja wohl mein Glückstag”, bemerkte er schmunzelnd und sah nach oben auf die Karte. “Ich denke ich nehme einen großen Coffee to go.”
Mit einem Nicken machte ich mich daran, den Kaffeesatz zu leeren und mit frisch gemahlenen Bohnen aufzufüllen, während ich mich langsam fragte wo Vince blieb.
“Wohnst du noch hier?”, fragte er plötzlich und riss mich damit aus meinen Gedanken. Irritiert sah ich ihn an, fand aber mein höfliches Lächeln wieder. “Ja, immernoch und du?”, fragte ich zurück und drückte den Knopf der Maschine, damit das Wasser zu kochen begann und stellte einen der Pappbecher unter den Ausguss.
Ein kleines Lachen entfuhr ihm. “Nein, aber ich überlege wieder herzuziehen”, sagte er und lehnte sich mit den Armen auf den Tresen.
Wissend nickte ich, erwiderte aber nichts, weil sein Blick echt merkwürdig war. Als würde er mich mustern, versuchen in mich hineinzusehen. Es war gruselig wie er mich anstarrte. Gott sei Dank piepte die Kaffeemaschine im selben Moment und signalisierte mir, dass sie fertig war.
Vorsichtig um nichts zu verschütten nahm ich den heißen Becher und stülpte den Deckel drüber. “Das macht dann 2,50$”, sagte ich lächelnd und schob den Becher über den Tresen auf ihn zu.
Mit einem weiteren breiten Grinsen richtete Jackson sich auf und fischte aus seiner Jackentasche einen 20$ Schein den er mir mit den Worten “Stimmt so” reichte. Noch ehe ich protestieren konnte, wandte er sich zum gehen um und verschwand nach draußen. Alles war still im Laden und das ungute Gefühl in mir wuchs mit jedem Ticken der Uhr, während das Klingeln der Tür noch nachhallte.
Kopfschüttelnd riss ich mich aus den Gedanken und ließ den Schein in der Kasse verschwinden, bevor ich mich beeilte zur Tür zu kommen, um sie abzuschließen und das Schild umzudrehen. Erst als das erledigt war atmete ich tief durch…
Hör auf dich so dämlich aufzuführen, dass war doch nur Jackson!, rief mir mein Unterbewusstsein zu, aber etwas sagte mir, dass das nicht so ganz der Wahrheit entsprach.

@Vincent Lear



Vincent Lear ist überrascht!
Vincent Lear behält das im Auge!
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#14

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 05.12.2018 10:45
von Vincent Lear | 3.109 Beiträge

Mit dem Bild ihrer Lippen, den Erinnerungen unserer Küsse, gehe ich zurück. Gerade biege ich in den Laden ab, will etwas sagen, als ich Stimmen höre und stehen bleibe. Da lehnt sich jemand über die Theke und diesen Blick mit dem er sie mustert, kenne ich zu genüge. Er checkt sie ab. Und wie er das tut. Verdammt intensiv. Je länger er das tut, je mehr wird ein Gefühl in mir wach, was ich so noch nie wahrgenommen. Heiß fließt es durch meine Bahn, frisst durch die Schichten meiner Maske und hinterlässt ein wütendes Gesicht. Woran ich das merke? Meine Kiefer pressen sich so fest zusammen, dass sie schmerzen. Meine Hände sind zu Fäusten geballt und am liebsten würde ich zu ihm gehen, von der Theke wegreißen und rauswerfen.
Doch dann kommt mir, wie dämlich das ist. Wir sind nicht zusammen, was ich nie vorhatte jemals mit jemandem zu sein, weswegen das Gefühl doch vollkommen übertrieben ist.
Vielleicht ist es einfach nur mein Revierverhalten, ich will ihn nicht darin haben. Aber bin ich gerade so einfach gestrickt?
Um mich zu fangen, bleibe ich in der Küche, lehne mich neben den Durchgang an die Wand und schließe die Augen. Tief atme ich ein und aus, lausche ihren Worten. Er überlegt also herzuziehen. Soll er bleiben wo er ist....
Wieder atme ich diese Gefühle weg, die viel zu heftig sind, nicht zu mir passen. Will sie weit von mir schieben, als er bezahlt und ihr wohl Trinkgeld gibt. Wie viel es ist, habe ich keine Ahnung, aber es stößt mir sauer auf. Alles gerade.
Hör auf dich wie nen Idiot aufzuführen, sage ich mir. Es gibt jetzt nur zwei Optionen: die erste ist, dass du sie lässt denn mal ehrlich, er ist eher ihre Liga, er passt hierher, der Junge von Nebenan eben..... nicht wie du. Oder du gehst da raus und tust das, was du die ganze Zeit tun willst. Und am besten ist, er sieht das.
Nur.... ich sagte, ich käme ihr nicht mehr zu nahe...
, falle ich mir selbst ins Wort.
Während meinem inneren Monolog höre ich, wie sie das Schild herum dreht, denn es klackert noch etwas gegen die Scheibe. Ohne zu überlegen, gehe ich einfach in den Laden, laufe auf sie zu, zielstrebig und mit rasendem Herzen, nur eine Sache im Sinn.
Und dann stoppe ich einfach dicht hinter ihr, weil ich was versprochen habe, wofür ich mich gerade selbst mit einem Schlagring ins Gesicht schlagen will.
Ich ringe noch immer mit mir, mit den Gefühlen, dem unbändigen Verlangen, sie einfach umzudrehen, gegen die Scheibe zu drücken und so zu küssen, dass wir kaum mehr atmen können. Dann dreht sie sich wirklich um und fährt natürlich zusammen, weil sie mich nicht hat kommen hören oder sonst etwas. Der Schreck steht ihr ins Gesicht geschrieben.
"Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken."

@Caitlyn Turner



Caitlyn Turner ist verliebt!
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#15

RE: Ladenbereich

in June's Coffee Lounge 05.12.2018 12:06
von Caitlyn Turner | 2.492 Beiträge

Ich hatte ihn tatsächlich nicht kommen hören und zuckte zusammen, als er etwas sagte. Nur ging der Schreck eher nicht von ihm aus. In meinen Gedanken war ich tief mit einer anderen Sache beschäftigt, die mir höllische Angst einjagte, aber es verflog augenblicklich als er mich besorgt ansah. Dachte er wirklich ich hätte mich vor ihm? Heftig kopfschüttelnd lächelte ich ihn leicht an.
In dem Moment kam mir ein Gedanke; Wir waren allein! Das erste Mal seit ich ihn im Flur verabschiedet hatte, waren wir vollkommen allein. Plötzlich überkam mich wieder dieses eine Gefühl, welches schon den ganzen Tag über in mir brodelte und noch ehe ich etwas sagte, legte ich meine Hände an seine Wangen, umfasste sanft sein Gesicht und zog seine Lippen auf meine.
Ich küsste ihn liebevoll, liebevoller als es jemals zwischen uns war und genoss, die wärme seiner weichen Lippen in vollen Zügen, auch wenn ich ihn damit zu überraschen schien. Mit einem entschuldigenden Lächeln löste ich meine Lippen wieder von ihm und sah ihn an. “Jetzt ist es viel besser”, meinte ich leise und seufzte zufrieden.
Genau das war es was ich jetzt gebraucht hatte um meine gereizten Nerven zu beruhigen. Und komischerweise war ich beruhigt, so nah wie ich ihm war, so zart wie ich ihn berührte, als könnte er jeden Moment verschwinden.
Vergessen waren die ganzen Zweifel ihm gegenüber, oder die Mordgedanken an Erin. In dem Moment wo sich unsere Lippen berührt hatten, war das alles in weite Ferne gerückt.
“Wir sollten sauber machen und dann hier verschwinden”, meinte ich pflichtbewusst und dachte an Junes vielsagendes Lächeln. Wahrscheinlich hatte sie gewusst, dass wir uns näher kamen, noch bevor wir es gewusst hatten. Obwohl das nicht so ganz richtig war, denn ich konnte den ganzen Tag an nichts anderes Denken…
Immer noch in Gedanken sah ich ihn an, streichelte sanft über seine Wange. Kaum zu glauben, dass ich in seiner Nähe so vollkommen sorglos war...
@Vincent Lear



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